Kirchbach, MatthiasMatthiasKirchbach2026-06-122026-06-122026https://dspace.ub.uni-siegen.de/handle/ubsi/9139Die Studie nimmt die öffentliche Erinnerung an die Migration im Siegerland seit 1945 in diachroner und vergleichender Perspektive in den Blick und fragt nach den Medien und Praktiken sowie ihrem Stellenwert für die regionale Erinnerungskultur. Zu diesem Zweck kombiniert sie unter anderem Theorien und Methoden der Gedächtnisforschung, der Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik sowie der Sozialforschung. Im Fokus der Studie stehen „Flucht und Vertreibung“ aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, die Migration ausländischer Arbeitskräfte, zeitgenössisch als „Gastarbeiter“ bezeichnet, und die Einwanderung von (Spät-)Aussiedlern. Diese Migrationsbewegungen haben in unterschiedlicher Geschwindigkeit und in ungleichem Maße Eingang in die regionale Erinnerungskultur gefunden. Es lassen sich jeweils unterschiedliche (Verlaufs-)Phasen sowie Charakteristika und spezifische Entwicklungen feststellen. Als Synthese der auf die jeweiligen Wanderungsereignisse bezogenen Ergebnisse werden empirisch fundierte Analyseebenen vorgestellt, mit denen Formen der kollektiven Erinnerung an Migration auch außerhalb der Region und über die untersuchten Erscheinungsformen hinweg untersucht werden können. Die äußeren Umstände und die Form der Medien und Praktiken gilt es auf drei Ebenen zu untersuchen: Position im Diskurs, (Un-)Gleichzeitigkeit und Originalität. Vier weitere Analyseebenen zielen auf das Innere bzw. ihren Sinngehalt: Verhältnis von Kultur- und Erfahrungsbezügen, Heimatverständnis bzw. Verhältnis zum Herkunfts- und Zielort, Vorstellungen von Identität und Finalität.The study examines public memory of migration in Germany’s Siegerland region since 1945 from a diachronic and comparative perspective, analysing the media and practices involved, as well as their significance for the region’s culture of remembrance. To this end, it draws on theories and methods from memory studies, history didactics and social research, amongst other fields. The study focuses on ‘flight and expulsion’ from the regions east of the Oder and Neisse, the migration of migrant workers – referred to at the time as ‘Gastarbeiter’ – and the immigration of (late) resettlers. These migratory movements have been incorporated into the region’s culture of remembrance at varying speeds and to varying degrees. In each case, distinct phases, characteristics and specific trends can be identified. As a synthesis of the findings relating to the specific migration events, empirically grounded categories of analysis are presented which can be used to examine forms of collective memory of migration beyond the region and across the migration events studied.deAttribution-ShareAlike 4.0 Internationalhttp://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/943 Geschichte DeutschlandsMigrationGeschichteErinnerungskulturKollektives GedächtnisHistoryMemoryMigrationRememberingMigration nach 1945 in der regionalen Erinnerungskultur im SiegerlandPost-1945 Migration in the Siegerland Regions’s Culture of RemembranceDoctoral ThesisKuhn, Bärbelurn:nbn:de:hbz:467-91396