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Aktuellste Veröffentlichungen
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Veröffentlichung Open Access First observation of tt̄γγ production and measurement of the tt̄γγ/tt̄γ cross section ratio at √s = 13 TeV using the ATLAS detector(2026-03-11)Diese Dissertation präsentiert die erste Beobachtung der Paarproduktion von Top-Quarks in Verbindung mit zwei Photonen (tt̄γγ). Dieser Prozess ist nicht nur im Standardmodell selten, sondern stellt auch einen irreduziblen Untergrund für den tt̄H (H → γγ) Prozess dar. Der damit verbundene tt̄γ Prozess, bei dem ein Top-Quark Paar in Verbindung mit einem einzelnen Photon erzeugt wird, ist gut untersucht, und sein inklusiver Wirkungsquerschnitt wurde kürzlich vom ATLAS-Experiment am Large Hadron Collider (LHC) gemessen. Die in dieser Dissertation vorgestellte Arbeit konzentriert sich auf die Messung des tt̄γγ Prozesses mit dem ATLAS-Experiment. Die Messung wird im Zerfallskanal mit einem Lepton durchgeführt. Die Daten entsprechen einer integrierten Luminosität von 140 fb⁻¹ an Proton-Proton-Kollisionen, die während Run 2 bei einer Schwerpunktenergie von 13 TeV aufgezeichnet wurden. Die Messung wird innerhalb eines eingeschränkten Phasenraumvolumens durchgeführt, das auf Teilchenebene unter Verwendung kinematischer Kriterien für Leptonen, Photonen und Jets definiert ist. Der Wirkungsquerschnitt der tt̄γγ Produktion wird mit der Profile-Likelihood-Methode und einem Boosted Decision Tree (BDT) gemessen. Der BDT wurde trainiert, den tt̄γγ Signalprozess von den Untergrundprozessen zu trennen. Zusätzlich wird das Verhältnis der Wirkungsquerschnitte der $t\bar{t}\gamma\gamma$ und $t\bar{t}\gamma$ Prozesse aus einer simultanen Messung extrahiert. Der Wirkungsquerschnitt für die Produktion von tt̄γγ beträgt 2,42^{+0,58}_{-0,53} fb und entspricht einer beobachteten Signifikanz von 5,2 Standardabweichungen, was die erste Beobachtung dieses Prozesses darstellt. Darüber hinaus ergibt die Messung des Verhältnisses der Wirkungsquerschnitte von tt̄γγ zu tt̄γ einen Wert von (3,30^{+0,70}_{-0,65}) X 10^{-3}. Da jedoch keine entsprechenden theoretischen Vorhersagen vorliegen, kann derzeit kein direkter Vergleich mit den experimentell gemessenen Werten durchgeführt werden.Literaturtyp:5 9 - Die Anzeige einiger Metriken wird durch ihreCookie Einstellungen verhindert
Veröffentlichung Open Access The Invisible Backbone: An Ethnography of Tiefbau Workers and Underground Infrastructure in Germany(2026)This thesis examines how underground construction workers in Germany acquire, develop, and articulate embodied expertise within a context of persistent occupational stigma. Despite Germany's comprehensive vocational training system, strong labor protections, and the technical sophistication required for infrastructure work, construction labor remains socially devalued. While tacit knowledge, health and safety, and dirty work stigma have been studied, little is known about how underground construction workers connect their embodied expertise to mitigate the stigma. Drawing on contemporary short-term ethnographic fieldwork at a family-owned construction company in western Germany, this thesis investigates how workers utilize their embodied knowledge to navigate this paradox. The theoretical framework integrates body techniques (Crossley, 2007), carnal sociology (Wacquant, 2004), material engagement (Ingold, 2000), vocational education and training (VET) systems (Clarke et al., 2013), and dirty work (Ashforth & Kreiner, 1999). Empirical findings reveal that embodied expertise in construction emerges through: (1) repeated bodily engagement with materials, tools, and equipment, inseparable from their bodily history and personal experience, (2) a complementary relationship between formal vocational training and workplace learning, and (3) the strategic deployment of professional competence to counter dirty work stigma. This thesis concludes that workers derive a sense of empowerment and independence from this sophisticated knowledge to distance themselves from and resist external judgments.Literaturtyp:6 3 - Die Anzeige einiger Metriken wird durch ihreCookie Einstellungen verhindert
Veröffentlichung Open Access Toward Radical Democratic Justice: Agonistic Democracy, Intersectional Feminism, and the Politics of Difference(2026-03-13)Die Demokratietheorie ringt seit Langem mit der Frage, wie sich die Politik der Differenz gestalten lässt, ohne Formen von Herrschaft zu reproduzieren. In dieser Debatte bietet die agonistische Demokratietheorie einen überzeugenden Ausgangspunkt, da sie konsensorientierte Modelle von Demokratie zurückweist, die Machtverhältnisse unter dem Deckmantel neutraler Deliberation verschleiern. Indem sie die konstitutive Unvermeidbarkeit politischer Konflikte in den Vordergrund stellt, begreift die agonistische Theorie Demokratie als einen Raum fortwährender Auseinandersetzung zwischen legitimen Gegner*innen, anstatt als Streben nach endgültigem Konsens. Gleichwohl bleibt die agonistische Demokratietheorie trotz ihrer kraftvollen Kritik an Konsenstheorien in ihrer Fähigkeit begrenzt, umfassend zu erfassen, wie Machtstrukturen politische Partizipation, epistemische Subjektivierung und die normative Ausrichtung demokratischer Auseinandersetzungen prägen. Diese Arbeit greift diese Begrenzungen auf, indem sie agonistische Demokratietheorie mit intersektional-feministischer Forschung in einen Dialog bringt. Sie untersucht dabei drei zentrale Fragen: Wie beeinflussen Machtverhältnisse, wer unter welchen Bedingungen an pluralen demokratischen Systemen teilnehmen kann? Wer gilt als demokratisches Subjekt, und wessen Wissen wird als legitim anerkannt? Und worauf sollte demokratische Politik über die bloße Regulierung von Konflikten hinaus letztlich abzielen? Durch begriffliche Analyse und kritische Theoriesynthese identifiziert die Studie drei miteinander verbundene Defizite der agonistischen Demokratietheorie: die Abstraktion von Macht von historisch gewachsenen Herrschaftsstrukturen; die unzureichend ausgearbeitete Rolle der Standpunkttheorie für die Konstitution demokratischer Subjekte; sowie das Fehlen normativer Kriterien zur Unterscheidung zwischen emanzipatorischen und herrschaftsstabilisierenden Formen politischer Auseinandersetzung. Aufbauend auf Einsichten der intersektional-feministischen Theorie entwickelt die Arbeit in einem wechselseitig produktiven Austausch ein stärker sozial verankertes Verständnis demokratischen Pluralismus, das hervorhebt, wie sich überschneidende Unterdrückungsverhältnisse politische Partizipation, Autorität und Wissensproduktion strukturieren. Dieser theoretische Rahmen wird anschließend auf Fragen von Governance und Nachhaltigkeit angewendet und zeigt, dass ein gerechtigkeitsorientierter demokratischer Ansatz diejenigen in den Mittelpunkt stellen muss, die sich an den Schnittstellen multipler Machtverhältnisse befinden.Literaturtyp: - Die Anzeige einiger Metriken wird durch ihreCookie Einstellungen verhindert
Veröffentlichung Open Access Migration nach 1945 in der regionalen Erinnerungskultur im Siegerland(2026)Die Studie nimmt die öffentliche Erinnerung an die Migration im Siegerland seit 1945 in diachroner und vergleichender Perspektive in den Blick und fragt nach den Medien und Praktiken sowie ihrem Stellenwert für die regionale Erinnerungskultur. Zu diesem Zweck kombiniert sie unter anderem Theorien und Methoden der Gedächtnisforschung, der Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik sowie der Sozialforschung. Im Fokus der Studie stehen „Flucht und Vertreibung“ aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, die Migration ausländischer Arbeitskräfte, zeitgenössisch als „Gastarbeiter“ bezeichnet, und die Einwanderung von (Spät-)Aussiedlern. Diese Migrationsbewegungen haben in unterschiedlicher Geschwindigkeit und in ungleichem Maße Eingang in die regionale Erinnerungskultur gefunden. Es lassen sich jeweils unterschiedliche (Verlaufs-)Phasen sowie Charakteristika und spezifische Entwicklungen feststellen. Als Synthese der auf die jeweiligen Wanderungsereignisse bezogenen Ergebnisse werden empirisch fundierte Analyseebenen vorgestellt, mit denen Formen der kollektiven Erinnerung an Migration auch außerhalb der Region und über die untersuchten Erscheinungsformen hinweg untersucht werden können. Die äußeren Umstände und die Form der Medien und Praktiken gilt es auf drei Ebenen zu untersuchen: Position im Diskurs, (Un-)Gleichzeitigkeit und Originalität. Vier weitere Analyseebenen zielen auf das Innere bzw. ihren Sinngehalt: Verhältnis von Kultur- und Erfahrungsbezügen, Heimatverständnis bzw. Verhältnis zum Herkunfts- und Zielort, Vorstellungen von Identität und Finalität.Literaturtyp:4 4 - Die Anzeige einiger Metriken wird durch ihreCookie Einstellungen verhindert
Veröffentlichung Open Access Improvement of dense phase carbon dioxide microbial inactivation through mechanical effects: from elucidation of mechanisms to feasibility(2026-05-08)Kurzfassung In der vorliegenden Arbeit wurde ein neuartiges Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten entwickelt, das als Alternative zur Pasteurisierung von Obst- und Gemüsesäften eingesetzt werden kann. Anstelle der Anwendung hoher Temperaturen wurde die Hochdruckinaktivierung mit Kohlendioxid durch zusätzliche Scherkräfte in turbulenter Strömung mit mehrphasigem Kohlendioxid verbessert, die durch Druckabfall und schnelle Entgasung verursacht wird. Es wurden die dahinterstehenden mechanischen Effekte untersucht, die für die Effizienz der Entkeimung entscheidend sind und so die wertvollen Inhaltsstoffe von Säften bewahren. Die Entwicklung effizienter, wirtschaftlicher und nachhaltiger Ansätze zur schonenden mikrobiellen Inaktivierung zuckerhaltiger Flüssigkeiten ist ein hochrelevantes Thema in der Lebensmittelwissenschaft. Dies wird durch das zunehmende Interesse der Bevölkerung an Direktsäften und frischen Säften bestimmt. Es wurde bereits berichtet, dass die mikrobielle Inaktivierung „Dense Phase Carbon Dioxide“ (DPCD) und „High-Pressure-Carbon-Dioxide“ (HPCD) praktikable Methoden sind. Die größte Herausforderung bestand jedoch darin, eine effizientere und nachhaltigere Methode zu entwickeln, die niedrigere Temperaturen, weniger Energie und Zeit erfordert. In dieser Arbeit wurde ein erweiterter DPCD- und HPCD-Ansatz untersucht, der mechanischer Kräfte nutzt, die durch plötzliche Druckentlastung von Kohlendioxid und einen damit einhergehenden Druckabfall in einem mini tube mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter entstehen. Um die mikrobielle Inaktivierungseffizienz des neuen „Multi-Phase Pressure-Drop“-Verfahrens (MPPD) zu verbessern, wurden verschiedene Parameter wie z. B die Ausgangskonzentration der zu inaktivierenden Escherichia coli (E. coli), der anfängliche Inaktivierungsdruck, der Druckabfall und die Betriebstemperatur variiert. Die Wirksamkeitstests verliefen positiv, da Daten aus Bakterien-Vitalitätstest und mikroskopische Morphologie-Studien Hinweise auf Schädigung und Zerfall von Bakterien ergaben. Diese Beobachtungen legen nahe, dass tatsächlich starke mechanische Kräfte auf die Zellwände einwirkten und so die Integrität der Bakterien zerstörten. Der Nachweis einer verbesserten MPPD-vermittelten Inaktivierung von Bakterien bestätigt ihr Potenzial als vielversprechende, wirksame und energieeffiziente Methode als Alternative zur Pasteurisierung von Flüssigkeiten.Literaturtyp:

