Citation Link: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:467-112842
Die Repräsentation der Black Widow
Alternate Title
The Representation of Black Widow
layout.field.label.Publication.TitleAddition
Von sexistischer Superheld:innenfigur zur feministischen Ikone im Marvel Cinematic Universe
Publication Type
Master Thesis
Author
Issue Date
2022-10-31
Abstract
Die Masterarbeit untersucht die Repräsentation der Marvel-Superheldin Black Widow und deren Entwicklung innerhalb des Marvel Cinematic Universe (MCU) von einer sexualisierten und objektifizierten Nebenfigur zu einer zunehmend selbstbestimmten feministischen Heldinnenfigur. Im Zentrum steht die Frage, wie sich diese Entwicklung über acht Filme und einen Zeitraum von elf Jahren vollzieht und welche Rolle Geschlechterkonstruktionen sowie filmische Blickstrukturen dabei spielen.
Auf Grundlage feministischer Filmtheorien zum männlichen und weiblichen Blick sowie theoretischer Ansätze zu Geschlechterstereotypen, Weiblichkeit und weiblichen Figuren im Superheld:innengenre wird die Darstellung Natasha Romanoffs hinsichtlich ihrer Figurenkonstruktion, Körperinszenierung, Kostümierung, Beziehungen, Handlungsmacht und filmischen Inszenierung analysiert. Dabei wird auch die Comicgeschichte der Figur sowie der Produktions- und gesellschaftspolitische Kontext des MCU berücksichtigt.
Die Analyse zeigt, dass Black Widows frühe Filmauftritte stark durch den männlichen Blick geprägt sind. Insbesondere in Iron Man 2 (2008) und Marvel’s The Avengers (2012) wird ihr Körper sexualisiert und sie trotz vorhandener Handlungsmacht wiederholt als Objekt männlichen Begehrens inszeniert. Im weiteren Verlauf des MCU nimmt diese Form der Objektifizierung ab, während ihre Charakterentwicklung, Eigenständigkeit und narrative Bedeutung zunehmen. Einen entscheidenden Wandel markiert der Solofilm Black Widow (2021), in dem die Figur stärker als vollständiges, handlungsfähiges und emotional komplexes Subjekt inszeniert wird und sich die filmische Perspektive zunehmend einem weiblichen Blick annähert.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass sich Black Widow innerhalb des MCU von einer sexistisch geprägten Figurenkonstruktion zu einer feministischen Ikone mit fortbestehenden Defiziten entwickelt. Dieser Wandel steht nicht nur für eine Veränderung der Figur selbst, sondern verweist zugleich auf Veränderungen der Geschlechterrepräsentation und der Produktionsbedingungen im Superheld:innengenre. Dabei spielen sowohl gesellschaftliche und feministische Diskurse als auch Veränderungen vor und hinter der Kamera eine wesentliche Rolle.
Auf Grundlage feministischer Filmtheorien zum männlichen und weiblichen Blick sowie theoretischer Ansätze zu Geschlechterstereotypen, Weiblichkeit und weiblichen Figuren im Superheld:innengenre wird die Darstellung Natasha Romanoffs hinsichtlich ihrer Figurenkonstruktion, Körperinszenierung, Kostümierung, Beziehungen, Handlungsmacht und filmischen Inszenierung analysiert. Dabei wird auch die Comicgeschichte der Figur sowie der Produktions- und gesellschaftspolitische Kontext des MCU berücksichtigt.
Die Analyse zeigt, dass Black Widows frühe Filmauftritte stark durch den männlichen Blick geprägt sind. Insbesondere in Iron Man 2 (2008) und Marvel’s The Avengers (2012) wird ihr Körper sexualisiert und sie trotz vorhandener Handlungsmacht wiederholt als Objekt männlichen Begehrens inszeniert. Im weiteren Verlauf des MCU nimmt diese Form der Objektifizierung ab, während ihre Charakterentwicklung, Eigenständigkeit und narrative Bedeutung zunehmen. Einen entscheidenden Wandel markiert der Solofilm Black Widow (2021), in dem die Figur stärker als vollständiges, handlungsfähiges und emotional komplexes Subjekt inszeniert wird und sich die filmische Perspektive zunehmend einem weiblichen Blick annähert.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass sich Black Widow innerhalb des MCU von einer sexistisch geprägten Figurenkonstruktion zu einer feministischen Ikone mit fortbestehenden Defiziten entwickelt. Dieser Wandel steht nicht nur für eine Veränderung der Figur selbst, sondern verweist zugleich auf Veränderungen der Geschlechterrepräsentation und der Produktionsbedingungen im Superheld:innengenre. Dabei spielen sowohl gesellschaftliche und feministische Diskurse als auch Veränderungen vor und hinter der Kamera eine wesentliche Rolle.
Description
Publikationsfassung 2026: Gegenüber der eingereichten Prüfungsfassung wurden ausschließlich orthografische und grammatikalische Korrekturen vorgenommen. Inhaltliche Änderungen erfolgten nicht.
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Name
Masterarbeit_Behnen_Alina.pdf
Size
3.44 MB
Format
Adobe PDF
Checksum
(MD5):7f08c4253881657911ea390e4c47d786
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