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    Das gefühlte Faktum der Vernunft : Skizze einer Interpretation und Verteidigung
    Es gehört bis heute zu den Vorurteilen des philosophischen Diskurses, dass Kant in seiner Ethik den Gefühlen gar keinen oder jedenfalls keinen substanziellen Platz einräume. So wirft Husserl Kant vor, dieser vertrete einen „extremen und fast absurden Rationalismus“ (Husserl 1988, 407)1, und noch in jüngerer Zeit vertritt beispielsweise Engelen in ihrem Buch über Gefühle die These, dass Handlungen, „welche aufgrund rationaler Erwägungen zu erfolgen haben, ohne die motivierende und bewertende Kraft von Emotionen nicht umgesetzt werden“ (2007, 35) können. Das stimmt wohl; zugleich führt Engelen aber Kant als jemanden an, der genau dies bestreite, und das ist falsch.
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    Den Kopf geschüttelt oder gelacht - Unklarheiten und Widersprüche der dialogischen Theorie
    Es fällt schwer, eine Theorie zu kritisieren, die einem, ganz pragmatisch gesehen, sympathisch ist - wer mag schon bezweifeln, daß verschiedene Theorien über denselben Gegenstand sich möglichst intensiv auf einen kritischen Dialog einlassen sollten? Abgesehen von diesem grundsätzlichen Sympathiewert erscheint mit aber fast alles an Zimas Beitrag ungenau, verworren oder falsch. Ich muß mich hier auf zwei Punkte beschränken: Erstens will ich zeigen, daß Zima relativistischer und unreflektierter ist, als er uns weismachen möchte; zweitens, daß die Philosophie dialogischer ist, als Zima sie charakterisiert.
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    Ethics for children and ethics for adults?
    Is there a difference between ethics for children and ethics for adults? Unless we advocate a relativistic ethics in which case what is good and right would be relative to the age of the acting subjects we are prone to think not: what is good is good and what is right is right no matter how old you are. So it appears that the ethics we teach adults should be the same ethics we teach children. However, there are two problems. First, what ethics do we teach adults? Second, how much ethical receptivity do children possess?
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    Gemeine sittliche und philosophische Vernunfterkenntnis : zum ersten Übergang in Kants Grundlegung
    Die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten ist das erste Werk Kants, in dem von „Übergängen" die Rede ist. Kant hat nicht gesagt, was man darunter zu verstehen hat und welche systematische Funktion diese Übergänge im Aufbau der GMS spielen. Unumstritten ist, daß Kant auf systematische und methodische Überlegungen stets großen Wert gelegt hat. Auch in der Vorrede zur GMS macht er Anmerkungen zur „Methode in dieser Schrift" (392,17) also der GMS, und zum „Weg" (392,22), den er insgesamt in seiner Metaphysik der Sitten eingeschlagen habe. Während die GMS als Ganzes analytisch verfährt, wird die für „dereinst" (391,16) angekündigte Metaphysik der Sitten synthetisch aufgebaut. Zwar heißt es, die Einteilung der GMS sei „daher so ausgefallen" (392,22, k. v. Vf.), wie sie es tatsächlich ist, nämlich in die bekannten drei Abschnitte; warum aber in diesen Abschnitten dann jeweils ein Übergang stattfindet, wird dabei nicht unmittelbar klar und, wie gesagt, von Kant auch nicht weiter expliziert.
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    Kant über Menschenliebe als moralische Gemütsanlage
    Das am stärksten rezipierte ethische Werk Kants ist, noch vor der Kritik der praktischen Vernunft, gewiss die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.1 Dagegen gehört die Tugendlehre (der zweite Teil von Kants Metaphysik der Sitten) traditionell zu den recht stiefmütterlich behandelten Texten des Kantischen Werkes. Das gilt für das Buch als Ganzes, aber auch für einzelne Elemente daraus (mit Ausnahme vielleicht der berühmten Unterscheidung von Wille und Willkür, die allerdings zur generellen Einleitung in die Metaphysik der Sitten gehört). Obwohl der Tugendlehre und in ihr auch der Rolle des Gefühls in letzter Zeit etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde, ist es daher vielleicht nicht überraschend, wenn auch nicht akzeptabel, dass es nach wie vor weder eine gründliche Analyse der moralischen Gemütsanlagen in Kants Tugendlehre gibt noch eine solche Analyse zur Menschenliebe als eine dieser Gemütsanlagen.
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      1007  1847
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    Moral validity and moral motivation : critical notes on Nunner-Winkler’s ethics of voluntary self-commitment
    For many years Gertrud Nunner-Winkler has been occupied with empirical research on the complex subject-matter of moral development, motivation and knowledge. Although so-called descriptive ethics is rather looked down upon by professional ethicists, Nunner-Winkler’s works demonstrate that one can learn a great deal from experience.
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    Zur Analytizität der Grundlegung
    Im letzten Absatz der Vorrede beschreibt Kant die „Methode" (392,17)1, die er in der GMS verwendet hat. So scheint es jedenfalls, und stets wurde die Stelle so interpretiert, als zeichne Kant damit zugleich den „Weg" (392,22) nach, den er „in dieser Schrift" (392,17) eingeschlagen habe. Ein Weg, der auf der ersten Strecke „analytisch" (392,19), auf der zweiten „synthetisch" (392,21) verlaufe, so daß also die GMS zwar drei Abschnitte, aber zwei Verfahrensweisen zu kennen scheint, eben eine analytische (GMSI und II) und eine synthetische (GMS III
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