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    Aktuelle Kriminalromane für ein junges Lesepublikum
    Das Genre des Kinder- und Jugendkriminalromans erfreut sich großer Beliebtheit, wurde bislang aber weder von der literaturwissenschaftlichen als auch literaturdidaktischen Forschung groß beachtet. Dabei bieten Krimis für Kinder und Jugendliche weit mehr als Unterhaltung. Eine genaue Analyse ausgewählter Kinder- und Jugendkriminalromane zeigt ihr Potenzial, nicht nur gesellschaftliche, politische oder sozialkritische Inhalte zu transportieren, sondern auch im Bereich Diversität neue Akzente zu setzen. Die hier ausgewählten Kriminalromane für Kinder und Jugendliche heben dieses Potenzial besonders hervor. Nach einer Einführung und Bestimmung des Gegenstands sowie einer Darstellung der historischen Entwicklung, werden in verschiedenen Einzelanalysen Kriminalromane für unterschiedliche Jahrgangsstufen vorgestellt. Diese stehen exemplarisch für deren Vielfalt. Ausgewählt wurden sowohl Serien als auch Einzelromane, die die jeweiligen Subgenres repräsentieren, sich tradierten Erzählmustern widersetzen sowie den Aspekt der Diversität thematisieren. Dabei spielt die Erstleseliteratur eine ebenso wichtige Rolle wie Romane für Kinder und Jugendliche. Im Fokus stehen Krimis von Franziska Biermann, Laura Schützsack, Kirsten Boie, Lisa-Marie Dickreiter/Winfried Oelsner, Andrea Schomburg, Fran M. Reifenberg/Gina Meyer, Sabine Ludwig, Erika Mann, Robin Stevens
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    Erstleseliteratur: Theorie, Geschichte, Analyse und Wertung
    Band 2 der Reihe "Nachhaltigkeit ∞ Lesen ∞ Literatur" widmet sich der sogenannten „Erstleseliteratur“, einem in der Forschung bislang noch vernachlässigten Kindermedium. Er fokussiert sich auf die Bereiche Theorie, Geschichte, Analyse und Wertung, um darauf aufbauend didaktische Überlegungen abzuleiten. Zunächst wird der literarische Gegenstand der Erstleseliteratur genauer betrachtet. Dafür ist es notwendig, zunächst definitorische Annäherungen an das komplexe Kindermedium anzustreben, denn die Erstleseliteratur wird nicht nur häufig unterschiedlich weit (oder eng) gefasst, sondern ist auch entsprechend heterogen angelegt. Vorwiegend stehen dabei fiktionale Erstlesebücher in Printform im Fokus. Auch vermittelt der vorliegende Band einen Einblick in die Geschichte der Erstleseliteratur, ein weiteres bisheriges Forschungsdesiderat. Am Beispiel von zwei Erstlesekonzepten der Verlage Loewe und Arena, die seit Jahrzehnten Erstlesebücher im engeren Sinne veröffentlichen, steht eine Rekonstruktion der Entwicklungen im Bereich der Erstleseliteratur im Mittelpunkt. Auch die Perspektive von Autor*innenperspektive von Erstleseliteratur gehört zur näheren Erfassung des noch weithin unerforschten Bereichs des Genres dazu. Abschließend werden erstmals literaturwissenschaftliche Analysedimensionen für die Beschäftigung speziell mit Erstleseliteratur aufgestellt sowie Wertungskriterien entwickelt, um literarische Texte eingehender zu analysieren und bewerten zu können.
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    Jg.8, Bd.1 Nina Weger: "Kinder vertrauen und etwas zutrauen"
    Nina Weger (Jg. 1970) gehört zu den spannendsten Stimmern der gegenwärtigen Kinderliteratur. Im Sommersemester 2021 hat die Autorin mit Studierenden nicht nur über ihre Werke, sondern auch über die Bedeutung und das Schreiben für Kinder diskutiert und auch für das vorliegende Werkstattgespräch zur Verfügung gestanden. Obwohl Nina Wegers Schaffen vielfältig ist und mit Preisen bedacht wurde, finden die Autorin und ihr Werk in der Forschungsliteratur noch recht wenig Beachtung. Umso wichtiger ist das mit diesem Heft verfolgte Anliegen, Nina Weger und insbesondere ihr Schreiben für Kinder und Jugendliche vorzustellen sowie literaturwissenschaftlich einzuordnen. Sie selbst sagt: "Mir ist es wichtig, den Kindern durch meine Geschichten zu sagen: 'He, du bist nie ganz allein mit deinem Problem. Irgendwo auf der Welt hat noch jemand dieses Problem, was heißt, dass es irgendwo auf der Welt auch jemanden gibt, der versteht, was da gerade bei dir los ist.' Dabei ist es mir immer ganz wichtig, eine Perspektive zu geben. Das muss nicht immer ein Happy End sein, aber vielleicht so etwas wie ‚ein Weg raus‘." Nina Wegers literarische Texte markieren teilweise den Übergang zum Jugendroman und entziehen sich literaturwissenschaftlichen Genrezuweisungen. Ihre Romane changieren zwischen den drei Untergattungen des modernen Kinderromans – problemorientiert, psychologisch, komisch.
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    Jg.9, Bd.1 Stefanie Taschinski: „Leseförderung bedeutet für mich, Lesefreude zu wecken"
    Stefanie Taschinski war bereits Drehbuchautorin, bevor 2011 ihr erstes, gleich sehr erfolgreiches Kinderbuch "Die kleine Dame" erschien. Ihre poetische Sprache zwischen phantastischem und realistischem Erzählen orientiert sich an den Vorlieben junger LeserInnen. Ihr Engagement glt der Relevanz von Lesen und Vorlesen für eine gelungene literarische Sozialisation. Stefanie Taschinskis Kinderbücher folgen auf den ersten Blick Gattungsmustern des modernen Kinder- und Jugendromans. Themen, Konstellationen und Figuren sowie Sprache und Erzählweise greifen aktuelle Lebenswelten und Probleme auf, nehmen kindliche LeserInnen ernst, erzählen altersgemäß und zugleich narratologisch anspruchsvoll. Ihr Werk ist umfangreich und umfasst Vorlese- und Bildgeschichten, Erstlesebücher für Leseanfänger:innen sowie Kinderund Jugendromane. Eine Besonderheit ist die sprachliche Qualität ihrer Bücher, die, unabhängig von dem Lesealter, poetisch sind. Ihre Kinderromane changieren zwischen realistischem und phantastischem Erzählen, bieten den Leser:innen spannende Unterhaltung und eignen sich auch für ein eskapistisches Lesen. Zugleich dokumentiert ihr OEuvre eindrucksvoll, wie sich Kinderliteratur wandelt. Alltagsnähe, Probleme von Kindern und Erwachsenen sowie diverse Lebensformen blendet die Autorin nicht aus, aber sie stehen nicht im Fokus ihrer Geschichten.
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