Now showing 1 - 1 of 1
  • Some of the metrics are blocked by your 
    Publication
    »Ganz Deutschland beschäftigte sich mit dem Buche«
    Der Beitrag widmet sich Gabriele Reuters Erfolgsroman Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens (1896). Anhand von zwei zeitgenössischen Rezensionen wird gezeigt, dass der populäre Roman auf der einen Seite als gesellschaftskritische Anklageliteratur und auf der anderen Seite als autonomes, literarisches Kunstwerk gelesen und positiv bewertet wurde. Die Depopularisierung des Romans nach dreißig Jahren steht im Zusammenhang mit der Durchsetzung der gesellschaftskritischen Lesart, die dazu führt, dass der Roman als Beitrag zur erfolgreichen Emanzipation der Frauen historisch gewürdigt und zugleich von der Literaturgeschichtsschreibung als »Frauenliteratur« ästhetisch abgewertet wird.
    Source Type:
      1