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    Altenberg
    Wenn man die Straße zwischen den beiden Siegerländer Dörfern Littfeld und Müsen fährt, überquert man in der Mitte eine Passhöhe: den Altenberg. Eine Sage berichtet, dass hier einst ein Dorf gestanden habe, das abgebrannt sei, als Strafe für die Habgier und den ausschweifenden Lebenswandel ihrer Bewohner. Nach einem Zufallsfund im Jahr 1963 erkundete man das Gelände archäologisch genauer und entdeckte Reste einer mittelalterlichen Siedlung und: Spuren ausgiebigen Silberbergbaus. Das Dorf war irgendwann aufgegeben worden, und die Natur hatte sich das Terrain über die Jahrhunderte zurückgeholt. Heute erinnern einzelne Überreste an Gebäude, Pingen und Schächte – ein magischer Platz, wo sich Natur und Kultur, uralte, vergessene und verborgene Geschichte und Gegenwart begegnen. Studierende der Fächer Architektur und Musik der Universität Siegen haben unter der Leitung von Prof. Ulrich Exner (Architektur) und Prof. Martin Herchenröder (Musik) das Gelände erforscht und dann auf das Gefundene mit künstlerischen Mitteln reagiert: In gemischten Arbeitsgruppen haben sie Filme komponiert, die einen neuen Blick auf das Gelände richten, den Altenberg neu interpretieren, ihn wieder lebendig werden lassen oder surreal verfremden, einzelne Aspekte hervorheben oder das Areal als Schauplatz und Hintergrund eigenwilliger Visionen verwenden – filmisch, architektonisch, musikalisch, performativ. Dabei spielt die reale Geschichte des Platzes ebenso in die Gestaltung hinein wie die Phantasie, die dieser Ort so mächtig anregt. Siegerländer Heimat-Videos, die es in sich haben… Buch (u.a. Projektdokumentation) und Videodatei.
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    Die Orgel zwischen gestern und morgen : Bericht über das zehnte Colloquium der Walcker-Stiftung für orgelwissenschaftliche Forschung 23. - 25. September 2003 in Siegen
    The lectures mainly deal with the state of organ building, organ playing and composing of organ music at the end of the 20th century an the beginning of the 21th century. This state is characterized by dwindling social importance of the organ, caused by the decreasing ecclesiastical interest of the population and the growing dominance of popular music. The lectures discuss the reasons and the expected aftereffects as well as possible steps to stop the undesirable development. The titles read: Hermann J. Busch: Organ culture and organ science at the beginning of the 21th century. Martin Kares: The situation of the organ builders in Germany at the beginning of the 21th century. Joost Langeveld: From child prodigy to problem child. Theses about the future of the dutch organ culture. Harald Schroeter-Wittke: The future of organ in view of the great variety of christian services. Wolf Kalipp: »Get out of the ivory tower« - Pedagogical tasks of imparting a culture of the organ in the 21th century. Sverker Jullander: About the music of the early organ movement. Michael Heinemann: Reconstructed music - About the german organ music after the second world war. Martin Herchenröder: Composer and organ in the 21th century. Hermann J. Busch: About the advantage and disadvantage of copying historical organs. Jürgen Essl: The reconstruction of the Schnitger organ in Lübeck cathedral. Kurt Lueders: Style copying in the french organ world - Historical and present-day aspects.
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    Spiegelungen
    Das Siegener Löhrtor-Schwimmbad, in den Fünfzigerjahren im Bauhausstil errichtet und seither der Ort, an dem die meisten Siegener das Schwimmen gelernt haben, genügt nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Hallenbad: Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es geschlossen und vielleicht sogar abgerissen werden soll. In dieser politisch ungeklärten und emotional bewegenden Situation hat eine Gruppe von Studierenden der Siegener Universität unter der Leitung der Professoren Ulrich Exner (Architektur) und Martin Herchenröder (Musik) das Bad architektonisch, klanglich, historisch und funktional untersucht und aus den Analyseergebnissen unter dem Titel "Spiegelungen" eine Performance entwickelt, die Architektur, Installation, Licht, Video, Musik und das allgegenwärtige Wasser in einen neuen, ungewohnten Zusammenklang bringt und in der jedes Element die anderen widerspiegelt - das spannungsvolle architektonische Ineinander von Innen und Außen, Lichtreflexe und Schallreflexionen auf Kacheln, Glas und Wasser, der Raum und sein Kontext in Video und Musik, und in allem die Geschichte und die Geschichten rund um diesen besonderen Ort, Erinnerungen und Träume, Erlebtes und Gedachtes, Gefundenes und Erfundenes. Die Performance ist hier mit Entwürfen, Skizzen, Fotos, Texten und mit einer vollständigen Video-Live-Aufzeichnung dokumentiert. (Link zum Video unter "Externe Ressource")
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    Zweck und Erfindung
    Seit der prominenten Stellung der utilitas in der vitruvianischen Trias wird die Aufgabe von Architektur und ihr Verhältnis zum Entwurf theoretisch reflektiert. Kategorien wie Zweck, Funktion oder commodité bilden dabei ebenso den Kern der Disziplin wie sie zunächst im scheinbaren Widerspruch zu Freiheit und Erfindung stehen. Dieses spannungsreiche Verhältnis manifestiert sich in einer Vielzahl von Gegensätzen: Normierung gegenüber künstlerischer Freiheit – Schaffen von Freiräumen für die Nutzer der Architektur gegenüber dem Ziel einer Prägung des Menschen durch den Architekten – das Abbilden von Formen und Strukturen aus den Bereichen der Natur, Technik oder Ökonomie gegenüber einem schöpferischen Individualismus. Dieses produktive Wechselspiel von Erfindung und Zweck verbindet in selten konsequenter Weise nicht nur die Bereiche Architektur und Philosophie miteinander, sondern auch die Mikro- und Makroebene eines Architekturdiskurses, der sich zwischen Baustelle und theoretischer Reflexion entfaltet.
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