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    Keine Popularisierung ohne Depopularisierung
    1892 erscheint ein heute vergessener Aufsatz zur Popularität von Lesestoffen, der Überlegungen anstellt, die einer genaueren Betrachtung wert sind. Eduard Reyer entwirft eine wegweisende Theorie des Populären, die auf der empirischen Beobachtung der quantitativen Verteilung von Beachtung aufbaut und die Zeitdimension dieser Verteilung reflektiert – mit Blick auf Prozesse der Popularisierung und Depopularisierung. Der vorliegende Aufsatz arbeitet die theoretischen Implikationen Reyers heraus und erschließt einen Schlüsseltext zum Verständnis von Popularität, der zu seiner Zeit ohne Resonanz geblieben ist.
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    Pseudonymität: Elemente einer Theorie
    Der vorliegende Beitrag versucht Pseudonymität nicht als eine Mangelerscheinung – das Fehlen eines Klarnamens – im paratextuellen Gefüge zu beschreiben, sondern nach genuinen Bedeutungsmöglichkeiten jenseits von Dechiffrierung zu fragen. Dafür rücken sprachphilosophische Überlegungen zu Eigenschaften von Eigennamen ebenso in den Blick wie konzeptuelle Gemeinsamkeiten von Pseudonym und Metapher. Ziel ist es, die poetologisch relevanten Seiten pseudonymen Publizierens deutlich zu machen und dergestalt das Feld für eine Kulturgeschichte der Pseudonymität zu eröffnen.
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