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    Bedingungen des Überlebens: Kriegsversehrung im Zeitalter der Extreme
    Kriegsversehrungen waren kein gesellschaftliches Randphänomen, sondern bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein prägendes Merkmal europäischer Kriegsfolgengesellschaften. Nicht zuletzt aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 erfährt die Frage nach den Bedingungen des Überlebens infolge kriegerischer Auseinandersetzungen derzeit wieder mehr öffentliche Aufmerksamkeit. In diesem Aufsatz werden Sammelbände und Monografien diskutiert, die in den letzten 15 Jahren erschienen sind und sich dauerhaft geschädigten Invaliden im 20. Jahrhundert widmen. Im Zentrum stehen Studien, die die Weltkriege und Nachkriegsgesellschaften in Deutschland, Österreich, Italien, den USA und Großbritannien zum Untersuchungsgegenstand haben, aber auch übergreifende Publikationen zur Veteranengeschichte, die weitere Länder und Kriege einbeziehen. Dabei nehmen wir vier Themenkomplexe in den Blick: Erstens geht es um die sozialpolitischen Dimensionen des Themas und die Bedeutung der Kriegsversehrten für die Herausbildung des modernen Sozialstaates. In einem zweiten Schritt rücken wir die immense symbolpolitische und erinnerungskulturelle Bedeutung in den Vordergrund, in einem dritten die mit medizinischen und technischen Interventionen verbundenen nationalen Rehabilitationsregime. Abschließend erörtern wir körper- und geschlechtergeschichtliche Perspektiven auf die Kriegsgeschädigtenproblematik.
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    PublicationAccess status: Open Access ,
    Handel - Macht - Kapital: Historische Dimensionen wirtschaftlichen Handelns
    Handel, Macht und Kapital – diese drei Begriffe stehen im Mittelpunkt des Bandes, der sich mit den historischen Dimensionen wirtschaftlichen Denkens und Handelns beschäftigt. Durch die Auseinandersetzung mit ökonomischen Praktiken und Diskursen aus verschiedenen Zeiten soll ein Bewusstsein für die Zusammenhänge von Wirtschaften und anderen Aspekten der Lebenswelt geschaffen werden. Dieser Zugang zur Wirtschaftsgeschichte ermöglicht es, gegenwärtige Wirtschaftsweisen in ihrer Historizität zu erfassen und zu erkennen, dass diese nicht das Produkt einer naturgesetzlichen Entwicklung sind. Ziel ist es, über einen kulturgeschichtlichen Zugang zur Wirtschaftsgeschichte an aktuelle Debatten über Globalisierung und Kapitalismus anzuknüpfen. Schülerinnen und Schüler werden durch die Auseinandersetzung mit historischen Text- und Bildquellen motiviert, sich eigene, differenzierte Urteile über verschiedene Wirtschaftsformen und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu bilden. Bestehende Inhalte des Lehrplans können dabei in neuer Weise erschlossen werden – sei es an außerschulischen Lernorten, über thematische Längsschnitte, im fächerübergreifenden Unterricht oder in Unterrichtsprojekten.
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