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    Alternative Werkzeugtechnik – holzbasierte Umformwerkzeuge
    Um die Flexibilität in einem Produktionszeitalter zu erhöhen, das durch Massenfertigung und Individualisierung gekennzeichnet ist, und gleichzeitig den geopolitischen Klimazielen gerecht zu werden, sind nachhaltigere Ansätze für die Blechumformung und das Profilbiegen erforderlich, die an die jeweiligen Fertigungsprozesse angepasst sind. Starre, metallbasierte Werkzeugsysteme erfordern große Material- und Energieressourcen, wenn hohe Flexibilität, kleine Losgrößen oder Individualisierung angestrebt werden. Um den Gesamtressourcenverbrauch zu reduzieren und den Klimaanforderungen gerecht zu werden, können nichtmetallische Werkzeugansätze diesen Problemen entgegenwirken und gleichzeitig Flexibilität und Individualisierung beim Profil und Rohrbiegen anstreben. Im Vergleich zu konventionellen Werkzeugansätzen auf Metallbasis können Umformwerkzeuge auf Holzbasis potenzielle Ressourceneinsparungen (z.B. CO2-Fußabdruck) ermöglichen und eine nachhaltige Werkzeugalternative für das Biegen von Rohren und Profilen darstellen. Obwohl die mechanische Leistungsfähigkeit von Holz geringer ist als die von konventionellem Werkzeugstahl, können bestimmte Umformwerkzeuge auf Holzbasis für diese Biegeanwendungen eingesetzt werden. Um Werkzeuge für die Umformung von Verbundwerkstoffen auf Holzbasis auslegen zu können, ist ein tieferes Verständnis der mechanischen Eigenschaften erforderlich. Diese Arbeit gibt einen Prozessüberblick für biobasierte Werkzeugalternativen in einer Machbarkeitsstudie für holzbasierte Werkzeugwerkstoffe, um die mechanische Leistungsfähigkeit von Metallrohren und -profilen für das Rotationsziehen und Freiformbiegen zu untersuchen. Zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit werden verschiedene Verbundstrukturen (Dicke, Orientierung, Basismaterial) und Geometrien für holzbasierte Formwerkzeuge aus Robinie (Robinia pseudoacacia) untersucht. Abschließend wird festgestellt, dass die Ergebnisse ein potenzielles Prozessfenster für holzbasierte Umformwerkzeuge zum Rohr- und Profilbiegen aufzeigen.
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    Freiformabrollbiegen
    Current and future requirements for bending technology are identified and it is shown why these requirements cannot be met by current bending methods. The newly developed Free Form Unroll Bending (FFUB) is presented as a possible solution. Forming simulations are used to show that the process is, in principle, suitable for the bending of profile components. It is also shown that the process can be used to re-bend previously bent components, which is an important prerequisite for the cascading use of bent components. A process variant is presented in which the tool kinematics can be implemented using industrial robots. Due to the widespread use of industrial robots, this process variant offers a flexible and cost-effective entry into bending technology.
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    Transformation im Mittelstand: Warum Künstliche Intelligenz allein keine Produktionsstrategie ist
    (2026)
    Künstliche Intelligenz (KI) gilt derzeit als zentrale Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation industrieller Produktionssysteme. Insbesondere im Kontext von Industrie 4.0 werden datengetriebene Methoden als wesentliche Grundlage zukünftiger Produktionsstrategien diskutiert. Gleichzeitig zeigen praktische Implementierungen in der industriellen Fertigung – insbesondere im mittelständisch geprägten Umfeld der metallverarbeitenden Industrie – häufig eine geringere Wirkung als prognostiziert. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass diese Diskrepanz weniger aus algorithmischen Limitierungen resultiert als vielmehr aus strukturellen Eigenschaften realer Produktionssysteme. Am Beispiel der Umformtechnik wird gezeigt, dass KI-basierte Methoden nur dann substanzielle Effekte entfalten können, wenn sie auf stabilen Prozessstrukturen, standardisierten Werkzeugen und konsistenten Datensystemen aufbauen. KI ist daher nicht primär als Softwarelösung zu verstehen, sondern als Bestandteil eines umfassenden Produktionssystemprojekts. In diesem Zusammenhang wird zudem die Rolle des deutschen Produktionsmodells diskutiert, dessen Stärke in der Kombination aus qualifizierter Facharbeit und prozessphysikalischem Verständnis liegt.
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    Verfahrensentwicklung 3D Schwenkbiegen
    Im Zuge der Individualisierung wird sich die Massenproduktion zu einer personalisierten Produktion verändern, mit zum Teil geringeren Losgrößen bei erheblicher Zunahme von Varianten. Daraus formulieren sich Forderungen nach Flexibilität in der Fertigungstechnik. Das Schwenkbiegen eignet sich als flexibles und werkzeugarmes Verfahren zur Herstellung variabler Querschnittsgeometrien. Die für das 3D Schwenkbiegen entwickelte Fertigungstechnik erweitert die Anwendungsmöglichkeiten des Basisverfahrens erheblich, indem sie die Herstellung nichtlinearer, dreidimensionaler Biegekanten zur Herstellung querschnittsvariabler und belastungsangepasster Bauteile ermöglicht. Derartige Bauteile finden sich häufig in Entwicklungen für Karosserie- und Strukturbauteile, z. B. in der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Das Verfahren ist skalierbar und damit auf die Verarbeitung variabler Werkstückgeometrien, Werkstoffe und Rückfederungsverhalten einstellbar. Im vorliegenden Paper wird ein Verfahrensüberblick gegeben und das Arbeitsdiagramm der Fertigungstechnik 3D Schwenkbiegen vorgestellt, welches zur Bewertung und Auslegung künftiger Geometrien herangezogen werden kann.
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