Citation Link: https://doi.org/10.25819/ubsi/10917
„Die Schüler erkennen die dialektischen Wechselbeziehungen zwischen Literatur und Gesellschaft“ – Analysen zu Ideologie und ideologischer Erziehung im Literaturunterricht der DDR
Alternate Title
“Students recognize the dialectical interrelationships between literature and society” – Analyses of ideology and ideological education in literature classes in the GDR
Publication Type
Master Thesis
Author(s)
Institute
Date Issued
2026-02-03
Abstract
Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der DDR-Kulturpolitik der 1960er Jahre auf die ideologische Erziehung im Literaturunterricht nach der umfangreichen Bildungsreform in der Mitte des Jahrzehnts. Dabei werden die wesentlichen Aspekte der ostdeutschen Kulturpolitik bis in die frühen 1970er Jahre, ihr Bildungswesen sowie im Zuge der „sozialistischen Kulturrevolution“ Ende der 1950er und in ideologischen Kampagnen der 1960er Jahre entstandene oder aufgegriffene kulturpolitische und ideologische Kernkonzepte behandelt. Anhand von Lehrplänen und Unterrichtshilfen der 1970er Jahre wird gezeigt, wie versucht wurde, mittels dieser Kernkonzepte eine Persönlichkeitsbildung im marxistisch-leninistischen Sinne hervorzurufen und ein teleologisch auf den Sozialismus und die DDR hinauslaufendes Geschichtsbewusstsein zu vermitteln, dem ein den Humanismusbegriff adaptierendes, kulturhistorisches Narrativ zugrunde lag. So wird auch gezeigt, wie die Kulturpolitik der 1960er Jahre die DDR langfristig prägte.
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