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Publication Access status: Open Access , Kaiserwette(r)Der Band "Kaiserwette(r) – Engelbert Humperdinck in seiner Zeit", geht auf eine Tagung zurück, die Ende September 2021 in Siegburg stattfand, am berufenen Ort, der Geburtsstadt des Komponisten. Sein Ziel ist es allerdings nicht, Humperdinck zu sezieren, indem man ihn sozusagen in einen ‚Guten‘ und einen ‚Schlechten‘ zerlegt, also hier weiß- und dort schwarzmalt. Die Intention ist es vielmehr auf jene differenzierenden Grautöne gerichtet, die für das historische Verständnis unabdingbare Voraussetzung sind.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:69 17 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Access status: Open Access , EntdeckungenDas Kurt Weill Fest Dessau ist längst kein Start-up mehr. 1993 gegründet, lockt es jährlich Tausende von BesucherInnen in die Geburtsstadt des Komponisten. Will man den Markenkern der Veranstaltung beschreiben, so könnte man auf die Fähigkeit der Akteure verweisen, mentale Brücken zu bauen. Dergleichen zeigt sich schon an der Programmauswahl. Natürlich, die Musik Weills steht im Mittelpunkt. Aber die „Programmierer“ waren und sind stets offen für eine bunte Palette von Stilen und Genres. Brücken bauen will das Fest fernerhin zwischen der klassischen Moderne und dem heutigen Geschehen, schließlich darf sich Dessau nicht nur Weill-, sondern auch Bauhaus-Stadt nennen. Albert Weill, der Vater des Komponisten, wirkte als Kantor der 1938 zerstörten Synagoge von Dessau. Es gehört demnach zu einem zentralen Anliegen der Festivalmacher, Brücken zu den jüdischen Gemeinden in Dessau wie Umgebung zu schlagen. Zeichen dafür ist der Bau einer Albert-Weill-Synagoge auf dem Platz ihrer verwüsteten Vorgängerin. Nicht zuletzt aber ist der Brückenschlag zwischen Kunst und Wissenschaft zu erwähnen, dem sich das Weill Fest besonders verpflichtet fühlt. Dazu zählt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die etwa im Rahmen der Reihe Entdeckungen stattfand, eines Großprojekts, dem sich der vorliegende Band widmet. Wie nachhaltig dessen Konzept ist, zeigt so manche Karriere: Viele der jungen Wissenschaftler*innen, die sich bei den Entdeckungen erste Lorbeeren verdienten, lehren heute an Universitäten oder Hochschulen.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:55 17 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Access status: Open Access , Nach(t)-MusikenDer Titel Nach(t)-Musiken greift das von Friedrich Cerha geschätzte Prinzip der Mehrfachcodierung auf. Erstens lässt er an die Notturni Gustav Mahlers denken, an eine spezifisch österreichische Klanglandschaft also. Zweitens erinnert er an die von Cerha gepflegte Praktik, des Nachts zu komponieren. Drittens klingen jene Werke nach, die eines Anstoß‘ von außen bedurften, sei es durch Skulpturen, Gedichte oder musikalisch-intertextuelle Bezüge. Der Fokus auf Instrumentalmusik lässt an eine bestimmte Klanglandschaft denken, deren Weite sich einem nunmehr 95-jährigen Künstlerleben verdankt. Sie reicht vom Neoklassizismus über den Serialismus bis zur Klangkomposition, deutet auf musikhistorische Reflektionen (von der Renaissance bis zur Wiener Schule) und gibt den Komponisten als Fährtensucher zu erkennen, der dem Reichtum der Welt unermüdlich auf der Spur ist. Kurz, Cerha ist es wie kaum jemandem gelungen, die Polarität zwischen Intellektualität wie Sinnlichkeit aufzuheben und so in neue Dimensionen des Komponierens vorzustoßen. Der Band verdankt sich einer langjährigen Zusammenarbeit des Archivs der Zeitgenossen (Krems/Donau) mit dem Fach Musikwissenschaft der Universität Siegen. Die gemeinsamen „Sommerkolloquien“ förderten die Bildung eines Kreises von ExpertInnen, die auf Augenhöhe kommunizieren.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:45 16 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Access status: Open Access , Philosophie der Musik in Ernst Blochs frühem Hauptwerk Geist der Utopie(2019)Without doubt, music takes on an important role in the works of the German philosopher Ernst Bloch (1885-1977). With his early magnum opus The Spirit of Utopia, he laid the foundation for his lifelong occupation with this topic. Reinke Schwinning commentates key passages of the book’s crucial chapter, Bloch’s “Philosophy of Music”. Methodically, he investigates the intellectual and musical contexts of the text. Among others, he reveals intellectual connections to Richard Wagner, Hans Pfitzner, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche and Immanuel Kant. Besides, he outlines Bloch’s musical references, which are widely limited to some of the “great names”: Bach, Mozart, Beethoven, Wagner, Mahler or Bruckner. Eventually, Schwinnings commentary brings the structural and logical stringency of Bloch’s “Philosophy of Music” to light, which is hidden behind his expressionistic and complex diction.Source Type:Doctoral ThesisSeries:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:310 23 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Access status: Open Access , "Der große Reiz des Kamera-Mediums" : Ernst Kreneks Fernsehoper Ausgerechnet und verspielt(2017)History of the television opera started, when the television set became a status symbol. Especially in the 1960s and 1970s a strong interest for television opera aroused among the composers. One of them was Ernst Krenek, who had published the first article about the theoretical aspects of the genre one year before the first television opera was broadcoasted (Gian Carlo Menottis Amahl and the Night Visitors (NBC, 1951)). A few years later Krenek was requested to compose Ausgerechnet und verspielt (1961), commissioned by the ORF. Based on this opera the author mainly analyses two groups of themes: Firstly, the composition process and the production of a television opera in general. Due to the commission of the ORF, the history of the Austrian television opera is explored more detailed for the first time. Secondly, the analysis of Ausgerechnet und verspielt includes reviewing central aspects of Krenek’s work: It is possible to trace his differentiated discussion of audiovisual media or the influence of sciences, philosophy and technique on his composition process. Furthermore, analyzing the television opera shows Krenek’s relation to total serialism, as he reflected upon the musical technique in the libretto and operated with the organization of musical elements.Source Type:Doctoral ThesisSeries:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:25 22 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Access status: Open Access , (TON)Spurensuche - Ernst Bloch und die MusikDer Auftaktband der neuen Reihe "SI! Kollektion Musikwissenschaft", herausgegeben vom Siegener Musikwissenschaftler Matthias Henke, widmet sich Ernst Bloch und seiner Musikphilosophie. Der Band möchte zu einem tieferen Verständnis eines Denkers führen, der wie wenige die Brüche des 20. Jahrhundert erspäht und erlebt hat. Spuren – so ist nicht nur ein Band mit den poetisch vertrackten Erzählungen von Ernst Bloch überschrieben. [Ton]spuren durchwirken vielmehr sein gesamtes Werk. Demnach erstaunt es nicht, wenn des Philosophen Verhältnis zur Musik vielfach Gegenstand wissenschaftlicher Erörterungen war. Allerdings näherte man sich diesem nahezu immer auf Metaebenen. Philologische Detailarbeit, die etwa die Genesis der Bloch’schen Texte berücksichtigte, sah sich von der Forschung weitgehend vernachlässigt – ebenso wie die Verifizierung biographischer Fakten, von den viele, gerade auf seine musikalische Ausbildung bezogene, entstellt durch die einschlägige Literatur wanderten. Auch die im engeren musikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den entsprechenden Schrift steht eigentlich noch aus.Source Type:Conference ProceedingsDOI:10.25819/ubsi/43Series:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:14 18 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Tonspurensuche(2016-08-01)Der Auftaktband der neuen Reihe "SI! Kollektion Musikwissenschaft", herausgegeben vom Siegener Musikwissenschaftler Matthias Henke, widmet sich Ernst Bloch und seiner Musikphilosophie. Der Band möchte zu einem tieferen Verständnis eines Denkers führen, der wie wenige die Brüche des 20. Jahrhundert erspäht und erlebt hat.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion Musikwissenschaft - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Entdeckungen(2022-04-06)Das Kurt Weill Fest Dessau ist längst kein Start-up mehr. 1993 gegründet, lockt es jährlich Tausende von BesucherInnen in die Geburtsstadt des Komponisten. Will man den Markenkern der Veranstaltung beschreiben, so könnte man auf die Fähigkeit der Akteure verweisen, mentale Brücken zu bauen. Dergleichen zeigt sich schon an der Programmauswahl. Natürlich, die Musik Weills steht im Mittelpunkt. Aber die „Programmierer“ waren und sind stets offen für eine bunte Palette von Stilen und Genres. Brücken bauen will das Fest fernerhin zwischen der klassischen Moderne und dem heutigen Geschehen, schließlich darf sich Dessau nicht nur Weill-, sondern auch Bauhaus-Stadt nennen. Albert Weill, der Vater des Komponisten, wirkte als Kantor der 1938 zerstörten Synagoge von Dessau. Es gehört demnach zu einem zentralen Anliegen der Festivalmacher, Brücken zu den jüdischen Gemeinden in Dessau wie Umgebung zu schlagen. Zeichen dafür ist der Bau einer Albert-Weill-Synagoge auf dem Platz ihrer verwüsteten Vorgängerin. Nicht zuletzt aber ist der Brückenschlag zwischen Kunst und Wissenschaft zu erwähnen, dem sich das Weill Fest besonders verpflichtet fühlt. Dazu zählt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die etwa im Rahmen der Reihe Entdeckungen stattfand, eines Großprojekts, dem sich der vorliegende Band widmet. Wie nachhaltig dessen Konzept ist, zeigt so manche Karriere: Viele der jungen WissenschaftlerInnen, die sich bei den Entdeckungen erste Lorbeeren verdienten, lehren heute an Universitäten oder Hochschulen.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion Musikwissenschaft2 4 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Häuser wiederholt. Serie als Lust und Last(2019-03-20)Ausstellungen des New Yorker MoMA wie „Home Delivery: Fabricating the Modern Dwelling“ (2008) und Publikationen wie „Prefab Houses“ (2010) zeigen die Aktualität des Themas „Serielles Bauen“. In der Diskussion stehen nicht nur die Historie des Themas „Serielles Bauen“, sondern auch diverse „Wendepunkte“ in den neueren Entwicklungen aus der jüngeren Vergangenheit. In diesem Kontext zeigt das unter dem Titel Nobilitierte Hauslandschaft (2015) von Karl Kiem herausgegebene jüngste Ergebnis der Forschungen zur Architektur der Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebiets, dass sich daraus viele weitere Forschungsperspektiven ableiten lassen, so u.a. auch zum „Seriellen Bauen“. Der vorliegende Band umfasst die in einem internationalen und interdisziplinären Kontext ausgerichteten Vorträge anlässlich des Mastersymposiums "Häuser wiederholt. Serie als Lust und Last", das im Wintersemester 2014/15 an der Universität Siegen stattgefunden hat und die zusammen mit zwei weiteren Beiträgen veröffentlicht sind.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion Musikwissenschaft1 3 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication "Der große Reiz des Kamera-Mediums"(2017-08-18)Der österreichische Komponist Ernst Krenek (1900 – 1991) widmete sich nahezu allen Stilen und Strömungen des 20. Jahrhunderts: Neoklassizismus, Zwölftontechnik, Serialismus bis hin zur Elektroakustischen Musik. Mit dem Hörfunk, dem Film und dem Fernsehen rezipierte Krenek auch die Massenmedien seiner Zeit. Besonders beschäftigte ihn die Fernsehoper. Ausgehend von seiner ersten Fernsehoper "Ausgerechnet und verspielt" (ORF, 1962) lassen sich mehrere weitgehend noch unerforschte Themenkomplexe beleuchten: Einerseits die Geschichte der (österreichischen) Fernsehoper, die Theoriebildung um die noch junge Gattung oder die Inszenierung und Produktion einer Fernsehoper. Andererseits zentrale Aspekte von Kreneks OEuvre, wie sein Interesse an Naturwissenschaften, Philosophie und Technik oder seine Beziehung zum Serialismus, den er in Ausgerechnet und verspielt intensiv reflektierte.Source Type:DissertationSeries:Si! Kollektion Musikwissenschaft1 1
