Henke, Matthias
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Henke, Matthias
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Publication Access status: Open Access , (TON)Spurensuche - Ernst Bloch und die MusikDer Auftaktband der neuen Reihe "SI! Kollektion Musikwissenschaft", herausgegeben vom Siegener Musikwissenschaftler Matthias Henke, widmet sich Ernst Bloch und seiner Musikphilosophie. Der Band möchte zu einem tieferen Verständnis eines Denkers führen, der wie wenige die Brüche des 20. Jahrhundert erspäht und erlebt hat. Spuren – so ist nicht nur ein Band mit den poetisch vertrackten Erzählungen von Ernst Bloch überschrieben. [Ton]spuren durchwirken vielmehr sein gesamtes Werk. Demnach erstaunt es nicht, wenn des Philosophen Verhältnis zur Musik vielfach Gegenstand wissenschaftlicher Erörterungen war. Allerdings näherte man sich diesem nahezu immer auf Metaebenen. Philologische Detailarbeit, die etwa die Genesis der Bloch’schen Texte berücksichtigte, sah sich von der Forschung weitgehend vernachlässigt – ebenso wie die Verifizierung biographischer Fakten, von den viele, gerade auf seine musikalische Ausbildung bezogene, entstellt durch die einschlägige Literatur wanderten. Auch die im engeren musikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den entsprechenden Schrift steht eigentlich noch aus.Source Type:Conference ProceedingsDOI:10.25819/ubsi/43Series:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:1883 4919 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Access status: Open Access , EntdeckungenDas Kurt Weill Fest Dessau ist längst kein Start-up mehr. 1993 gegründet, lockt es jährlich Tausende von BesucherInnen in die Geburtsstadt des Komponisten. Will man den Markenkern der Veranstaltung beschreiben, so könnte man auf die Fähigkeit der Akteure verweisen, mentale Brücken zu bauen. Dergleichen zeigt sich schon an der Programmauswahl. Natürlich, die Musik Weills steht im Mittelpunkt. Aber die „Programmierer“ waren und sind stets offen für eine bunte Palette von Stilen und Genres. Brücken bauen will das Fest fernerhin zwischen der klassischen Moderne und dem heutigen Geschehen, schließlich darf sich Dessau nicht nur Weill-, sondern auch Bauhaus-Stadt nennen. Albert Weill, der Vater des Komponisten, wirkte als Kantor der 1938 zerstörten Synagoge von Dessau. Es gehört demnach zu einem zentralen Anliegen der Festivalmacher, Brücken zu den jüdischen Gemeinden in Dessau wie Umgebung zu schlagen. Zeichen dafür ist der Bau einer Albert-Weill-Synagoge auf dem Platz ihrer verwüsteten Vorgängerin. Nicht zuletzt aber ist der Brückenschlag zwischen Kunst und Wissenschaft zu erwähnen, dem sich das Weill Fest besonders verpflichtet fühlt. Dazu zählt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die etwa im Rahmen der Reihe Entdeckungen stattfand, eines Großprojekts, dem sich der vorliegende Band widmet. Wie nachhaltig dessen Konzept ist, zeigt so manche Karriere: Viele der jungen Wissenschaftler*innen, die sich bei den Entdeckungen erste Lorbeeren verdienten, lehren heute an Universitäten oder Hochschulen.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:5627 935 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Access status: Open Access , Kaiserwette(r)Der Band "Kaiserwette(r) – Engelbert Humperdinck in seiner Zeit", geht auf eine Tagung zurück, die Ende September 2021 in Siegburg stattfand, am berufenen Ort, der Geburtsstadt des Komponisten. Sein Ziel ist es allerdings nicht, Humperdinck zu sezieren, indem man ihn sozusagen in einen ‚Guten‘ und einen ‚Schlechten‘ zerlegt, also hier weiß- und dort schwarzmalt. Die Intention ist es vielmehr auf jene differenzierenden Grautöne gerichtet, die für das historische Verständnis unabdingbare Voraussetzung sind.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:6621 1105 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Publication Access status: Open Access , Nach(t)-MusikenDer Titel Nach(t)-Musiken greift das von Friedrich Cerha geschätzte Prinzip der Mehrfachcodierung auf. Erstens lässt er an die Notturni Gustav Mahlers denken, an eine spezifisch österreichische Klanglandschaft also. Zweitens erinnert er an die von Cerha gepflegte Praktik, des Nachts zu komponieren. Drittens klingen jene Werke nach, die eines Anstoß‘ von außen bedurften, sei es durch Skulpturen, Gedichte oder musikalisch-intertextuelle Bezüge. Der Fokus auf Instrumentalmusik lässt an eine bestimmte Klanglandschaft denken, deren Weite sich einem nunmehr 95-jährigen Künstlerleben verdankt. Sie reicht vom Neoklassizismus über den Serialismus bis zur Klangkomposition, deutet auf musikhistorische Reflektionen (von der Renaissance bis zur Wiener Schule) und gibt den Komponisten als Fährtensucher zu erkennen, der dem Reichtum der Welt unermüdlich auf der Spur ist. Kurz, Cerha ist es wie kaum jemandem gelungen, die Polarität zwischen Intellektualität wie Sinnlichkeit aufzuheben und so in neue Dimensionen des Komponierens vorzustoßen. Der Band verdankt sich einer langjährigen Zusammenarbeit des Archivs der Zeitgenossen (Krems/Donau) mit dem Fach Musikwissenschaft der Universität Siegen. Die gemeinsamen „Sommerkolloquien“ förderten die Bildung eines Kreises von ExpertInnen, die auf Augenhöhe kommunizieren.Source Type:BookSeries:Si! Kollektion MusikwissenschaftVolume number:4657 248
