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    Entdeckungen
    Das Kurt Weill Fest Dessau ist längst kein Start-up mehr. 1993 gegründet, lockt es jährlich Tausende von BesucherInnen in die Geburtsstadt des Komponisten. Will man den Markenkern der Veranstaltung beschreiben, so könnte man auf die Fähigkeit der Akteure verweisen, mentale Brücken zu bauen. Dergleichen zeigt sich schon an der Programmauswahl. Natürlich, die Musik Weills steht im Mittelpunkt. Aber die „Programmierer“ waren und sind stets offen für eine bunte Palette von Stilen und Genres. Brücken bauen will das Fest fernerhin zwischen der klassischen Moderne und dem heutigen Geschehen, schließlich darf sich Dessau nicht nur Weill-, sondern auch Bauhaus-Stadt nennen. Albert Weill, der Vater des Komponisten, wirkte als Kantor der 1938 zerstörten Synagoge von Dessau. Es gehört demnach zu einem zentralen Anliegen der Festivalmacher, Brücken zu den jüdischen Gemeinden in Dessau wie Umgebung zu schlagen. Zeichen dafür ist der Bau einer Albert-Weill-Synagoge auf dem Platz ihrer verwüsteten Vorgängerin. Nicht zuletzt aber ist der Brückenschlag zwischen Kunst und Wissenschaft zu erwähnen, dem sich das Weill Fest besonders verpflichtet fühlt. Dazu zählt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die etwa im Rahmen der Reihe Entdeckungen stattfand, eines Großprojekts, dem sich der vorliegende Band widmet. Wie nachhaltig dessen Konzept ist, zeigt so manche Karriere: Viele der jungen Wissenschaftler*innen, die sich bei den Entdeckungen erste Lorbeeren verdienten, lehren heute an Universitäten oder Hochschulen.
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    Volume number:
      627  935
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    Zur Reflexivität des Populären und seinen historischen Ermöglichungsbedingungen
    In its research program, the CRC 1472 ‘Transformations of the Popular’ has argued that “the long conceptual and problematic history before 1950 should be conceived as a prefigurational space of the popular” (Döring et al. 2021: 19). In this working paper, our interdisciplinary group of scholars addresses the question of how the historical dimensions of the transformations of the popular were already evident before the transformation stage around 1950. We propose to better understand the corresponding observations not as ‘prefigurations’, but as enabling conditions for the transformations of the popular. The plausibility of these assumptions is illustrated by examples from the projects of the Collaborative Research Centre, which explore the phenomena of pop, popularization, and populism not only from the mid-20th century but already from around 1800.
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