Zitierlink: https://doi.org/10.25819/ubsi/10223
Contextual economics and its beginnings
Sonstiger Titel
Kontextuale Ökonomik und ihre Anfänge : die Ideen Gustav Schmollers und sein institutionenökonomischer Ansatz einer historisch-ethischen politischen Ökonomie
layout.field.label.Publication.TitleAddition
the ideas of Gustav Schmoller and his institutional approach of historico-ethical political economy
Literaturtyp
Doctoral Thesis
Autor/innen
Erscheinungsdatum
2022
Zusammenfassung
Angesichts der tiefgreifenden Verschiebungen im Ordnungsgefüge von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, und Ökologie steht die Wirtschaftswissenschaft wie selten zuvor unter dem Erwartungsdruck von Politik und Öffentlichkeit, Lösungen für die komplexen gesellschaftlichen Probleme der Gegenwart zu finden. Doch mit Blick auf die neue Fragilität unserer Zeit wirkt die moderne Ökonomik oft ratlos. Eine stärkere Berücksichtigung der gesellschaftlichen Kontexte (historisch, kulturell, sozial, ethisch), in denen Wirtschaft und wirtschaftliches Handeln stattfinden, könnte hier Abhilfe schaffen, allerdings sind solche „kontextualen Ansätze“ weitestgehend marginalisiert oder längst in die Nachbardisziplinen ausgelagert worden. Vor diesem Hintergrund geht die vorliegende Dissertation der Frage nach, inwiefern die heutige Wirtschaftswissenschaft von kontextualen Ansätzen profitieren kann, wo die komparativen Vorteile einer kontextualen Ökonomik liegen und was die Besonderheiten ihres theoriegeschichtlichen Entwicklungspfades sind. Im Zentrum der Dissertation stehen dabei das Werk und Wirken von Gustav Schmoller (1838–1917). Es wird dargelegt, warum das Forschungsprogramm des führenden deutschen Nationalökonomen des ausgehenden 19. Jahrhunderts heute in vielerlei Hinsicht als Prototyp einer dezidiert kontextualen Ökonomik verstanden werden kann, warum es den Ausgangspunkt sozio-ökonomischer Forschung im deutschen Sprachraum markiert, und inwiefern sein umfangreiches Oeuvre, ungeachtet der zum Teil vernichtenden Kritiken, denen es seit der 1930er Jahre bis heute ausgesetzt ist, noch immer eine wertvolle Ressource für das moderne Verständnis vom Zusammenspiel zwischen Mensch, Kultur, Wirtschaft, Staat, und Gesellschaft darstellt. Die Dissertation leistet einen Beitrag, Schmollers ökonomisches Lehrgebäude sowohl historisch (im zeit- und ideengeschichtlichen Kontext seines Entstehens) als auch rational (aus der Perspektive einer modernen kontextualen Ökonomik) zu rekonstruieren und neu zu bewerten. Auf diese Weise werden einschlägige Fragenstellungen wie auch Antworten abgeleitet, die im gegenwärtigen Diskurs – insbesondere vor dem Hintergrund der beschleunigten Transformation und des institutionellen Wandels im Ordnungsgefüge von Wirtschaft und Gesellschaft – neue Relevanz entfalten und diesen sinnvoll erweitern. Es werden theoriegeschichtliche Entwicklungslinien freigelegt, die u.a. tiefgreifende Bezüge des Ordoliberalismus zu den Ideen Schmollers aufzeigen und das Verständnis für die Genese der Idee sowie der ethischen Prinzipien einer Sozialen Marktwirtschaft vertiefen.
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