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    Kaiserwette(r)
    Der Band "Kaiserwette(r) – Engelbert Humperdinck in seiner Zeit", geht auf eine Tagung zurück, die Ende September 2021 in Siegburg stattfand, am berufenen Ort, der Geburtsstadt des Komponisten. Sein Ziel ist es allerdings nicht, Humperdinck zu sezieren, indem man ihn sozusagen in einen ‚Guten‘ und einen ‚Schlechten‘ zerlegt, also hier weiß- und dort schwarzmalt. Die Intention ist es vielmehr auf jene differenzierenden Grautöne gerichtet, die für das historische Verständnis unabdingbare Voraussetzung sind.
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    Series:
    Volume number:
      621  1105
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    Entdeckungen
    Das Kurt Weill Fest Dessau ist längst kein Start-up mehr. 1993 gegründet, lockt es jährlich Tausende von BesucherInnen in die Geburtsstadt des Komponisten. Will man den Markenkern der Veranstaltung beschreiben, so könnte man auf die Fähigkeit der Akteure verweisen, mentale Brücken zu bauen. Dergleichen zeigt sich schon an der Programmauswahl. Natürlich, die Musik Weills steht im Mittelpunkt. Aber die „Programmierer“ waren und sind stets offen für eine bunte Palette von Stilen und Genres. Brücken bauen will das Fest fernerhin zwischen der klassischen Moderne und dem heutigen Geschehen, schließlich darf sich Dessau nicht nur Weill-, sondern auch Bauhaus-Stadt nennen. Albert Weill, der Vater des Komponisten, wirkte als Kantor der 1938 zerstörten Synagoge von Dessau. Es gehört demnach zu einem zentralen Anliegen der Festivalmacher, Brücken zu den jüdischen Gemeinden in Dessau wie Umgebung zu schlagen. Zeichen dafür ist der Bau einer Albert-Weill-Synagoge auf dem Platz ihrer verwüsteten Vorgängerin. Nicht zuletzt aber ist der Brückenschlag zwischen Kunst und Wissenschaft zu erwähnen, dem sich das Weill Fest besonders verpflichtet fühlt. Dazu zählt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die etwa im Rahmen der Reihe Entdeckungen stattfand, eines Großprojekts, dem sich der vorliegende Band widmet. Wie nachhaltig dessen Konzept ist, zeigt so manche Karriere: Viele der jungen Wissenschaftler*innen, die sich bei den Entdeckungen erste Lorbeeren verdienten, lehren heute an Universitäten oder Hochschulen.
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    Volume number:
      627  935
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    Nach(t)-Musiken
    Der Titel Nach(t)-Musiken greift das von Friedrich Cerha geschätzte Prinzip der Mehrfachcodierung auf. Erstens lässt er an die Notturni Gustav Mahlers denken, an eine spezifisch österreichische Klanglandschaft also. Zweitens erinnert er an die von Cerha gepflegte Praktik, des Nachts zu komponieren. Drittens klingen jene Werke nach, die eines Anstoß‘ von außen bedurften, sei es durch Skulpturen, Gedichte oder musikalisch-intertextuelle Bezüge. Der Fokus auf Instrumentalmusik lässt an eine bestimmte Klanglandschaft denken, deren Weite sich einem nunmehr 95-jährigen Künstlerleben verdankt. Sie reicht vom Neoklassizismus über den Serialismus bis zur Klangkomposition, deutet auf musikhistorische Reflektionen (von der Renaissance bis zur Wiener Schule) und gibt den Komponisten als Fährtensucher zu erkennen, der dem Reichtum der Welt unermüdlich auf der Spur ist. Kurz, Cerha ist es wie kaum jemandem gelungen, die Polarität zwischen Intellektualität wie Sinnlichkeit aufzuheben und so in neue Dimensionen des Komponierens vorzustoßen. Der Band verdankt sich einer langjährigen Zusammenarbeit des Archivs der Zeitgenossen (Krems/Donau) mit dem Fach Musikwissenschaft der Universität Siegen. Die gemeinsamen „Sommerkolloquien“ förderten die Bildung eines Kreises von ExpertInnen, die auf Augenhöhe kommunizieren.
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    Volume number:
      657  248
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    Philosophie der Musik in Ernst Blochs frühem Hauptwerk Geist der Utopie
    Without doubt, music takes on an important role in the works of the German philosopher Ernst Bloch (1885-1977). With his early magnum opus The Spirit of Utopia, he laid the foundation for his lifelong occupation with this topic. Reinke Schwinning commentates key passages of the book’s crucial chapter, Bloch’s “Philosophy of Music”. Methodically, he investigates the intellectual and musical contexts of the text. Among others, he reveals intellectual connections to Richard Wagner, Hans Pfitzner, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche and Immanuel Kant. Besides, he outlines Bloch’s musical references, which are widely limited to some of the “great names”: Bach, Mozart, Beethoven, Wagner, Mahler or Bruckner. Eventually, Schwinnings commentary brings the structural and logical stringency of Bloch’s “Philosophy of Music” to light, which is hidden behind his expressionistic and complex diction.
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    Volume number:
      1541  1605
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    "Der große Reiz des Kamera-Mediums" : Ernst Kreneks Fernsehoper Ausgerechnet und verspielt
    (2017)
    History of the television opera started, when the television set became a status symbol. Especially in the 1960s and 1970s a strong interest for television opera aroused among the composers. One of them was Ernst Krenek, who had published the first article about the theoretical aspects of the genre one year before the first television opera was broadcoasted (Gian Carlo Menottis Amahl and the Night Visitors (NBC, 1951)). A few years later Krenek was requested to compose Ausgerechnet und verspielt (1961), commissioned by the ORF. Based on this opera the author mainly analyses two groups of themes: Firstly, the composition process and the production of a television opera in general. Due to the commission of the ORF, the history of the Austrian television opera is explored more detailed for the first time. Secondly, the analysis of Ausgerechnet und verspielt includes reviewing central aspects of Krenek’s work: It is possible to trace his differentiated discussion of audiovisual media or the influence of sciences, philosophy and technique on his composition process. Furthermore, analyzing the television opera shows Krenek’s relation to total serialism, as he reflected upon the musical technique in the libretto and operated with the organization of musical elements.
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    Volume number:
      963  1179
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    (TON)Spurensuche - Ernst Bloch und die Musik
    Der Auftaktband der neuen Reihe "SI! Kollektion Musikwissenschaft", herausgegeben vom Siegener Musikwissenschaftler Matthias Henke, widmet sich Ernst Bloch und seiner Musikphilosophie. Der Band möchte zu einem tieferen Verständnis eines Denkers führen, der wie wenige die Brüche des 20. Jahrhundert erspäht und erlebt hat. Spuren – so ist nicht nur ein Band mit den poetisch vertrackten Erzählungen von Ernst Bloch überschrieben. [Ton]spuren durchwirken vielmehr sein gesamtes Werk. Demnach erstaunt es nicht, wenn des Philosophen Verhältnis zur Musik vielfach Gegenstand wissenschaftlicher Erörterungen war. Allerdings näherte man sich diesem nahezu immer auf Metaebenen. Philologische Detailarbeit, die etwa die Genesis der Bloch’schen Texte berücksichtigte, sah sich von der Forschung weitgehend vernachlässigt – ebenso wie die Verifizierung biographischer Fakten, von den viele, gerade auf seine musikalische Ausbildung bezogene, entstellt durch die einschlägige Literatur wanderten. Auch die im engeren musikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den entsprechenden Schrift steht eigentlich noch aus.
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    Volume number:
      883  4919
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    Häuser wiederholt. Serie als Lust und Last
    (2019-03-20)
    Ausstellungen des New Yorker MoMA wie „Home Delivery: Fabricating the Modern Dwelling“ (2008) und Publikationen wie „Prefab Houses“ (2010) zeigen die Aktualität des Themas „Serielles Bauen“. In der Diskussion stehen nicht nur die Historie des Themas „Serielles Bauen“, sondern auch diverse „Wendepunkte“ in den neueren Entwicklungen aus der jüngeren Vergangenheit. In diesem Kontext zeigt das unter dem Titel Nobilitierte Hauslandschaft (2015) von Karl Kiem herausgegebene jüngste Ergebnis der Forschungen zur Architektur der Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebiets, dass sich daraus viele weitere Forschungsperspektiven ableiten lassen, so u.a. auch zum „Seriellen Bauen“. Der vorliegende Band umfasst die in einem internationalen und interdisziplinären Kontext ausgerichteten Vorträge anlässlich des Mastersymposiums "Häuser wiederholt. Serie als Lust und Last", das im Wintersemester 2014/15 an der Universität Siegen stattgefunden hat und die zusammen mit zwei weiteren Beiträgen veröffentlicht sind.
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    Nach(t)musiken
    (2022-04-11)
    Band 4 der Reihe "Si! Kollektion Musikwissenschaft" widmet sich dem Instrumentalwerk des 1926 geborenen österreichischen Komponisten Friedrich Cerha. Der Titel "Nach(t)musiken" greift das von Friedrich Cerha geschätzte Prinzip der Doppel- oder Mehrfachcodierung auf. Erstens lässt "Nach(t)musiken" an die Notturni Gustav Mahlers denken, an eine spezifisch österreichische Klanglandschaft also. Zweitens erinnert er an die von Cerha gepflegten Praktik, des Nachts zu komponieren. Drittens klingen jene Werke nach, die eines Anstoß‘ von außen bedurften, sei es durch Skulpturen, Gedichte oder musikalisch-intertextuelle Bezüge. Der Fokus auf Instrumentalmusik lässt an eine bestimmte Klanglandschaft denken, deren Weite sich einem nunmehr 95-jährigen Künstlerleben verdankt. Sie reicht vom Neoklassizismus über den Serialismus bis zur Klangkomposition, deutet auf musikhistorische Reflektionen (von der Renaissance bis zur Wiener Schule) und gibt den Komponisten als Fährtensucher zu erkennen, der dem Reichtum der Welt unermüdlich auf der Spur ist. Kurz, Cerha ist es wie kaum jemandem gelungen, die Polarität zwischen Intellektualität wie Sinnlichkeit aufzuheben und so in neue Dimensionen des Komponierens vorzustoßen. Der Band verdankt sich einer langjährigen Zusammenarbeit des Archivs der Zeitgenossen (Krems/Donau) mit dem Fach Musikwissenschaft der Universität Siegen. Die gemeinsamen „Sommerkolloquien“ förderten die Bildung eines Kreises von ExpertInnen, die auf Augenhöhe kommunizieren.
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    Tonspurensuche
    (2016-08-01)
    Der Auftaktband der neuen Reihe "SI! Kollektion Musikwissenschaft", herausgegeben vom Siegener Musikwissenschaftler Matthias Henke, widmet sich Ernst Bloch und seiner Musikphilosophie. Der Band möchte zu einem tieferen Verständnis eines Denkers führen, der wie wenige die Brüche des 20. Jahrhundert erspäht und erlebt hat.
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    Kaiserwette(r)
    (2023-02-10)
    Der Band geht auf eine Tagung zurück, die Ende September 2021 in Siegburg stattfand, Humperdincks Geburtsstadt. Sein Ziel ist nicht, Humperdinck zu sezieren, indem man ihn sozusagen in einen ‚Guten‘ und einen ‚Schlechten‘ zerlegt, sondern der Blick wird auf jene differenzierenden Grautöne gerichtet, die für das historische Verständnis unabdingbare Voraussetzung sind. Engelbert Humperdick bereiste als junger Mann Nordafrika, um sich für die Tänze der Einheimischen zu begeistern und deren Melodien zu sammeln. Er unterrichtete am Konservatorium von Barcelona Musiktheorie und Komposition. Er unternahm eine ausgedehnte Reise nach Italien, ohne die geringste Scheu, sich unters Volk zu mischen. Er unterrichtete an der Berliner Akademie der Künste Komponisten wie Friedrich Holländer oder Kurt Weill, die den Soundtrack der 1920er Jahre prägten. Zudem betätigte er sich als Musikkritiker, der mit einem offenen Kulturbegriff operierte. Das alles ist die eine Seite, die ‚Habenseite‘. Auf der anderen, der ‚Sollseite‘, ist weniger Achtenswertes festzuhalten: etwa die antisemitischen Äußerungen, die Humperdinck wiederholt tätigte, obwohl sich einer seiner größten Erfolge, die Königskinder, der jüdischen Dramatikerin Elsa Bernstein verdankte, und obwohl ihm zwei Kompositionspreise zugefallen waren, die jüdische Familien gestiftet hatten, die Mendelssohns und die Meyerbeers.
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