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    Grammatisch-semantische Studien zum Adjektiv im Deutschen
    Die Versuche, grammatische Wortklassen wie die „Adjektive“ semantisch, d.h. über ihren Beitrag zur Analyse der außersprachlichen Wirklichkeit zu bestimmen, haben eine ehrwürdige, bis in die Antike zurückreichende Tradition. Entsprechend groß sind die Widerstände, mit denen zu rechnen hat, wer diesen Pfad verlässt oder auch nur in Frage stellt. Das Adjektiv steht (wie alle schulgrammatischen Wortartbegriffe) für eine hybride Konstruktion. Es kombiniert heterogene Gesichtspunkte: ein Spektrum typischer syntaktischer Verwendungsmöglichkeiten, morphologische Besonderheiten, semantische Eigenschaften – zusammengehalten durch die Funktion der Modifizierung. Der folgende Band besteht aus zwei Teilen. Den ersten Teil bildet eine ausgearbeitete Vorlesung zur Wortart Adjektiv im Deutschen, entworfen mit dem Anspruch, nicht einfach zu kompilieren, was Grammatiker und Linguisten in der Vergangenheit über das Adjektiv geschrieben haben, sondern Verbindungen herzustellen zu allgemein sprachtheoretischen Fragen der Darstellungstechnik. Auf die einleitenden Kapitel der Vorlesung folgen dann noch drei selbständige und weiterführende Aufsätze zu Adjektivproblemen.
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    Simulierte Nähe
    The point of departure for this paper is a report commissioned by the German Public Radio and Television Board ARD in 2019 with the goal of devising a strategy to improve its public image, which had been greatly damaged by a series of financial scandals. Produced by the cognitive scientist Elisabeth Wehling, the report made the recommendation that the ARD should aim in its messaging and rhetoric to cultivate the sense that the broadcaster and its audience constitute a common moral community. This paper argues that the traditional media – represented primarily by public broadcasters and broadsheet newspapers – have in fact been following this strategy of "simulated intimacy" all along in order to adapt themselves to the conditions of communication created by new digital media, in particular social networks. However, in order set up a contrast between themselves and the social media platforms, traditional media seek to emphasize their monopoly on objective, factual reporting.
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    Umfelder des Sprechens
    Im Alltag gehen wir davon aus, dass der Sprecher selbst am besten weiß, was er gemeint hat. Wir brauchen ihn nur zu fragen. Aber ist es wirklich der Sprecher, der entscheiden kann, was er gemeint hat? Das Gemeinte ist ein merkwürdiges Ding. So lange man uns nicht danach fragt, können wir damit umgehen. Wenn wir es aber explizieren oder definieren sollen, geraten wir in Schwierigkeiten. Die linguistische Semantik belehrt uns, dass es in keiner Sprache Zeichen gibt, die exakt den Zeichen einer anderen Sprache entsprechen. Sprachliche Bedeutungen sind es jedenfalls nicht, die wir meinen, sondern mit ihnen und durch sie hindurch immer etwas anderes, das selbst nicht zur Sprache gehört. Die Semantiker nennen es gern „Referenz“ und modellieren es als außersprachlichen Bezug der sprachlichen Kommunikation auf reale Dinge. Aber geht das Gemeinte wirklich auf in der Adresse eines singulären Objekts der Außenwelt? Der Band versucht, die sprach- und kommunikationswissenschaftliche Frage nach dem Gemeinten in der Tradition einer „Linguistik des Sprechens“ zu beantworten.
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